ich sitze da und meine gedanken überrollen mich. du, er, sie, es, zerbrochen, kaputt, tränen, lachen, lächeln, schmerz ich kann meine gedanken nicht sortieren, nicht festhalten. sie fließen, rollen, zerstören. mein kopf dröhnt wie sonst was. mein herz macht einen sprung, setzt kurz aus. ich atme tief ein, wieder aus. hand auf's herz, schlägt es noch? die musik dröhnt in meinen ohren, das einzige, was noch richtig läuft. mein handy vibriert, eine sms, zwei oder vielleicht auch drei. ich weiß es nicht mehr. alle sagen irgendwas, doch ich höre nicht mehr zu. alle reden mir ein, dass ich schlecht bin. 'warum antwortest du nicht?' 'danke, dass du dich gemeldet hast.. ' 'scheiße, warum kriegst du es nicht hin, das mit dem treffen?' - sei still, sei still, sei still. ich schließe die augen, nur ganz kurz. ab vor den spiegel, t-shirt hoch. ist mein bauch noch flach genug? sind meine beine etwas dünner geworden? zeigefinger und daumen um's handgelenk, funktioniert das noch so, dass sie sich berühren? wann hab ich eigentlich zuletzt gegessen? gestern? ist es drin geblieben?
hat papa schon mit mir geredet? hab ich es ihm schon erzählt? die sache, mit dem essen?
achja, wir wollten essen gehen, gleich. ich hab aber keinen hunger, keinen appetit.
ich will nicht essen, papa. essen ist sinnlos. man isst, dann setzt es an den hüften an, am bauch, an den beinen, am hintern. man stopft sich essen in den mund, kaut, kaut, kaut und schluckt. essen ist vergänglich. der geschmack ist sinnlos. schmecken ist nur eins der vielen dinge und ich behersche diesen sinn nicht gut. also kann ich es doch lassen, oder? ich könnte musik hören, um zu hören. fernsehen gucken, um zu sehen. oder irgendwas anderes machen, aber bitte nicht essen, bitte, bitte, bitte.
er klopft an meine tür, kommt herein. ich ziehe schnell das t-shirt runter. 'was ist?'
er seufzt kurz. 'auf deinem esssensplan steht, dass du morgen früh einen apfel essen sollst. kriegst du das hin?' ich blicke zu boden, sage nichts, fasse mir wieder mit daumen und zeigefinger um's handgelenk, angewohnheit. 'V.? ich hab dich was gefragt. ' 'hm, weiß nicht.. weck mich früher und ich gucke dann mal, ja? ' er schüttelt den kopf. 'soll ich ihn dir noch schneiden oder so?' 'nein, nein. ich mache das schon.' 'wir frühstücken morgen zusammen, ok?' 'klar..'
so, morgen 6-wochen gespräch. kann lustig werden, hihi.
hoffentlich kommt nicht raus, dass ich heimlich weiterhin zur suchtberatung gegangen bin, dass ich gerne mal lüge, was das mit dem essen angeht, dass ich auf all die pisskinder dort scheiße und sowas. ansonsten bin ich am arsch, fliege dort raus und darf wieder in die schule gehen, wo eigentlich jeder weiß, dass ich zurzeit in der klapse bin, was ich eigentlich nicht bin, und das ich esssgestört bin und sowas alles. ich will nicht in die schule und auch nicht in die klinik, ich will weg, ganz weit weg. bis ans ende der welt und wieder zurück.
likeeeeeeee!
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Hey :-) schöner Blog! Ich mach im Moment eine Blogvorstellung und wenn du magst kannst du gerne deinen Link und eine kleine Beschreibung in dem folgenden Link als Kommentar schreiben.
AntwortenLöschenhttp://www.meine-zerbrechliche-welt.blogspot.de/p/blogvorstellung_18.html
Ich hoffe, deinen Blog zu sehen.
Würde mich freuen.
Liebe Grüße, xoxo.