Sonntag, 23. Februar 2014

und es ist wieder sonntag.
wieder mal das ganze wochenende wach gewesen

sonntage waren immer zum ausnüchtern einmal in der woche, zum essen, schlafen und einfach den ganzen tag im bett liegen da.
6 tage die woche war ich von morgens bis abends drauf, in der schule, beim sport, mit freunden, beim putzen, beim checken gehen, bei klausuren, bei der therapie, bei meinem arzt, bei meinen eltern..
6 tage die woche hab ich gezogen um zu funktionieren
und am 7 tag war ich wieder ganz ich selbst.

und jetzt sitze ich hier immer 2 tage wach, mit fußspastiken,  vollkommen bekifft, hör musik, langweile mich, male und versuche all den selbsthass, die verzweiflung und was noch alles dazu gehört so gut es geht zu verdrängen
doch jeden sonntag auf's neue kommt mir der gedanke, dass sich dieses spiel, dieser kampf in mir drin die nächsten 5 tage jeden morgen wieder von vorne beginnen werden
und ich darf eigentlich nur ohnmächtig daneben stehen und zusehen, welche art der selbstzerstörung das spiel heute gewinnt.

Samstag, 22. Februar 2014

Dienstag, 18. Februar 2014

F43.1 Posttraumatische Belastungsstörung

vorgesehene Therapie:

6 Monate stationäre Therapie in einer Klinik am anderen Ende des Landes

...und ich weiss nicht mehr wer ich bin, was ich hier soll, was das alles hier verdammt nochmal für ein scheiss film sein soll

und immer so weiter
bis zum schluss

Montag, 17. Februar 2014

dinge aufschreiben ist leicht
diese dinge in die tat umzusetzen ist schwieriger
erkenntnis ist der erste schritt zur besserung

munchies monday
dope dienstag
weed wednesday
twerk thursday
high friday
smoke saturday
party hard sunday

und das ganze wieder von vorn..

Sonntag, 16. Februar 2014

man überlegt hin und her
versucht den junkie in sich zu ignorieren
ichbinstärkerichbinstärkerichbinstärker

extra nur 2 g geholt
"wenn nichts übrig bleibt ist die versuchung gerringer, weil ich morgens um 6 uhr nicht mal eben pep klar kriege, wenn ich es nucht zur schule schaffe"

und dann scheitert jeder plan
wie immer
man zieht einfach weiter
wie immer
man kriegt immer irgendwas klar
immer

valentinstag mit C. verbringen
viel kiffen
kuscheln und weiter mal sehen..
vielleicht die nacht über bei ihm bleiben
das restliche wochenende mal sehen..

ein anruf
eine planänderung
eine sms
4-5g und an valentinstag sturmfrei

man denkt sich nichts dabei,
wenn es anfängt
aber im nachhinein ist es immer das gleiche

man ist die erste nacht wach
verklatscht etwas
will mehr
will noch nicht schlafen
will nicht wieder essen
will lieber diesen hauch der selbstzerstörung geniessen

und dann wird aus einer nacht schnell ein oder zwei weitere

sonntag abend
seit donnerstag oder freitag nicht gepennt
will nicht schlafen
nicht essen
am liebsten nur mandalas ausmalen und chillen

chillt mal mit dem
mal mit anderen
kriegt ein noch gut gefülltes baggy geschenkt

und denkt sich fuck,
weil man weiss, dass man montag morgen, wenn der wecker morgens klingelt, alles danach schreit wieder ins bett zu gehen
du dich selbst erniedrigst, weil du nichts hinkriegst
du auf die waage gehst und dir der appetit vergeht

und du weisst, dass in deinem badezimmer etwas wartet, was dir hilft -vorerst
es flüstert erst leise
schleicht sich an dich ran
nimmt deine hand
und schenkt dir ein falsches gefühl der sicherheit
lächelt dich an
und sagt dann mit diesem grinsen im gesicht "du kannst ja jederzeit aufhören"

ein junkie findet immer einen grund, um nicht aufzuhören

Samstag, 15. Februar 2014

so kaputt,so jung
so unbeschreibliche angst vor allem
weiss nicht mehr weiter
verzweifelt
hilflos zugedröhnt
hilflos schreiend
flehend,dass es leichter wird
bettelnd,dass es endlich aufhört

Mittwoch, 12. Februar 2014

und dann wachst du auf
schaust dich um
bist in ner anderen welt
suchst dein handy
schaust drauf

und dir wird bewusst was hier läuft
18:24 uhr, 8 verpasste anrufe, 34 nachrichten
oh shit

mein hirn ist darauf spezialisiert zu verdrängen
hat's nie anders gelernt
und ich rutsche immer tiefer
gedankenlos zudröhnen
ansonsten erträgt das deine psyche nicht

holt mich bitte irgendwer aus dieser hölle raus?
ich kann nicht mehr

Montag, 10. Februar 2014

schlafentzug und unterernährrung

manchmal macht es dich fertig
und manchmal kannst du dir nichts besseres vorstellen

und ich merke wieder dieses gefühl
diese stimme im kopf, die "ich will" ruft
und obwohl dir bewusst ist, dass du es aus guten gründen lassen solltest,
tust du es trotzdem.

ich weiss noch wie ich letztes jahr quasi nie geschlafen habe
nach einer line wollte ich erstmal die nächsten 3 tage wach sein
so bescheuert das klingt
irgendwie geniesst man das gefühl

diese innerliche und äußere zerstörtheit
die freiheit zu tun was man will
die hoffnung, dass deine dich zerstörenden gedanken sich gegenseitig selbst vernichten
und irgendwie liebe ich am meisten, dass man so motiviert ist jeden scheiss zu tun

das hilft, irgendwie
es ist wie eine pause für mein gehirn
es muss kaum arbeiten
kaum was tun
einfaxh die zeit vertreiben
und das wunderschönste ist,
dass man nicht darüber nachdenken muss,
ob man seine letzten kräfte wirklich für soetwas sinnloses einsetzen sollte
ob es zeitverschwendung und vollkommen unnütz ist
und das man ansatzweise das gefühl bekommt, man könnte in dieser nacht so viel schaffen
(am nächsten tag leider häufig enttäuschend. wusste eben nicht mehr was ich letzte nacht eigentlich gemacht hab, bis ich die 5 packungen gestopfte kippen gesehen hab)

mein kopf gönnt sich eine pause
um im nachhinein schneller arbeiten zu können,
was bis jetzt immet funktioniert hat.
ist wie ne selbsttherapie

kiffen, wenn's dir nicht gut geht
(besonders bei suizidgedanken)
ziehen, wenn dir alles zu viel wird
du nicht weiter weisst
keine kraft und motivation mehr hast
wenn dein kopf zu voll und zu leer zugleich ist

fühlt sich an wie ein unterbewusstes sortiersystem des gehirns

aber gut, ich bin mir grade dessen bewusst,dass ich unter drogen stehe
dieser tatsache bin ich mir immer bewusst
auch, dass heute Montag,der 10.02.14 ist und ich morgen ebenfalls keine
schule habe

ich bin mir bewusst darüber,
dass ich sehr schnell wieder so abhängig werden kann,dass ich wieder drauf lebe
ich weiss, dass ich sowas nicht tun sollte
dass es ungesund ist,
besonders wenn man bedenkt, dass ich auch noch antidepressiva nehme und mal auf die geniale idee kam, diese klein zu machen und durch die nase zu ziehen..
ok, das war echt bescheuert und verjunkt von mir, geb ich zu.

aber warum urteilt jeder immer direkt schlecht darüber,wenn er etwas von den drogen weiss?
niemand weiss, was wirklich in mir vorgeht
was ich denke und fühle

wie will so jemand wissen können, was gut und was schlecht für mich ist?

aktzeptanz

ich habe aktzeptiert, dass das hier mein leben ist, welches ich mir ganz und gar nicht ausgesucht, sondern lieber weggeworfen hätte.
ich aktzeptiere, dass ich anscheinend noch ein bisschen auf dieser erde verweilen muss, weil ich ansonsten schon längst weg wäre
ich aktzeptiere die meinung und die gefühle anderer menschen, weil es ihre sind, nicht meine.

warum könnt ihr dann nicht einfach aktzeptieren, dass ich bin, wie ich bin?

und nach der zweiten nacht wach merkt man dann wie süchtig dieser zustand macht

eigentlich weiss ich gar nicht warum
ist jedes mal fast der gleiche mist

einem ist übel
man kriegt keinen bissen runter
die gelenke tun weh
rückenschmerzen
die meisten haben kieferkicks
ich hab diese ständige bewegung in meinen füßen
der geschmack ist ekelhaft
die nase tut weh und läuft
es brennt meistens beim ziehen
man verklatscht
und wenn man wie die meisten junkies immer zu wenig stoff hat, muss man ständig checken gehen, weil man total abkackt wenn man nichts mehr zu ziehen hat
ich für meinen teil rauche mehr
es gibt noch so viele andere kleinigkeiten, die echt nerven

und trotzdem will man immer mehr.
psychische abhängigkeit.

drogen sind schon was feines
und der leichtere weg
der leider auch voll in den abgrund führt, 
was man zwar weiss, aber es nicht beachten will

zugedröhnt ist die welt wirklich leichter zu ertragen
ich bin zwei tage wach, hab so viel scheisse am hals, dass mein kopf nicht mal richtige sätze über meine probleme bilden kann und irgendwie bin ich leicht im arsch
und dann raucht man sich eine dicke tüte und nur noch die musik und das gefühl zählt

in 12 minuten klingelt papa's wecker
ich bin drauf, bekifft und hab n bisschen scheiss
das wäre echt mein untergang wenn der mich gleich so sehen würde

und mir geht's trotzdem grad super
da ist dieses wohlige gefühl in mir

06:20 montagmorgen
und ja, ich sollte weniger drogen nehmen
aber schlechte entscheidungen zu treffen ist viel zu einfach

eine kleine pille schlucken
eine line ziehen
einen joint rauchen

augen zumachen, der musik hingeben, kopf ausschalten und an den lippen eines kerls kleben 

Sonntag, 9. Februar 2014

drogen sind vielleicht nicht die beste lösung, ich weiss
aber die schnellst beste

Samstag, 8. Februar 2014

Dienstag, 4. Februar 2014

mama? papa?
wenn ihr das lest, holt mich bitte aus dieser hölle raus.

Sonntag, 2. Februar 2014

ich hab mich im labyrinth verlaufen
und finde nicht mehr heraus
bin blind hineingelaufen
ohne zu wissen, wo ich ankomme

es ist ein einziger teufelkreis
dessen auswege geheim versteckt sind

hab den tod gefunden
hab die drogen entdeckt
hab versucht alles in mir abzutöten,
bevor es mich dort tötet
-vergebungslos

sitze eigentlich weinend in dem kreis des teufels
unausweichlich gefangen in ihm
tanze zugedröhnt in ihm umher
ziehe andere mit hinein,
ohne rücksicht darauf,
dass dieser teufelskreis auch sie zerstören wird,
mit dem egoismus, nur nicht alleine dort sein zu wollen

wo bleibt dieses verdammte geheimversteck für ein besseres leben?
ein anderes ich?
wo bleibe ich?

und wer hat eigentlich diesem miststück an psychischen krankheiten gesagt, dass es ok ist, sich einfach meinen körper als neuen wohnsitz zu benutzen und mich selbst dort rauszuschmeissen?

wo bin ich?
oder wer bin ich?

und wie komme ich bloß aus diesem teufelskreis an labyrinthen wieder heraus?