Sonntag, 22. Januar 2012

sometimes it lasts in love but sometimes it hurts instead

die letzten 2 tage waren irgendwie merkwürdig, hm. 
freitag besonders. 
in der schule meine muffins bekommen, ein paar foto's gemacht. am ende der letzten stunde hat mein herz angefangen zu schlagen wie sonst was.. warum nehmen die jungs einen so lange in den arm, flüstern 'ich hab dich lieb' 'wir müssen uns unbedingt treffen' oder 'ich werde dich vermissen' und die meisten mädchen umarmen einen kurz und murmeln irgendwas mit 'gute besserung'
ich hätte ja eher gedacht, dass es andersrum ist, aber gut, auch egal. 
naja, 6 stunde, es klingelt, von allen verabschieden, die neidischen blicke von F. versuchen zu ignorieren. 'ich gehe auch am montag in die klinik und mir backt auch niemand muffins oder sonst was. du solltest dich mal nicht so aufspielen!'. am liebsten hätte ich sie angeschrien, ihr alles ins gesicht geschrien, was ich ihr schon immer mal sagen wollte, miststück. 
danach zur suchtberatung, letzte stunde. war ganz gut, wie immer. 
'du kannst dich jederzeit wieder melden, das würde mich sogar freuen. einfach anrufen, ne' e-mail schreiben oder sowas. also wenn du einfach mal wieder reden magst oder so.'
ich lächel sie an, nicke kurz. 'danke, für alles'
'achja, ich hab noch etwas für dich, V. ' sie holt eine kleine schachtel raus, sieht mich an. 'such dir einen aus. der stein soll dich daran erinnern, wie stark du bist. das du das schaffen kannst und an all deine ziele und träume, die wir hier besprochen haben. du bist so weit gekommen, in dem halben jahr, den rest schaffst du jetzt auch noch!'
-achja, ich liebe sie. 

hm, danach kam M. noch dazu. erstmal fett shoppen, das lenkt ab. 
war ganz lustig, hab ein paar neue, tolle sachen gefunden. danach waren wir noch im kino und ich hab popcorn gegessen, ich hab an dem tag sowieso schon so viel gegessen, also scheiß drauf. 

gestern hab ich mir dann mal nen' tag für mich alleine gegönnt, haha. 
massage, baden mit kerzen im raum, ne' maske rein machen, keine ahnung was alles. 
am ende des tages hab ich S. angeschrien, nen' fetten bulimie 'rückfall' gehabt und könnte erst um 6 uhr morgens einschlafen. 
schon cool, wenn ein tag toll beginnt, aber scheiße endet. 

ich hab irgendwie angst vor morgen, aber egal. 
das wird schon. es kann ja nur besser werden, richtig? 



weißt du noch unsere letzte begegnung, die verabschiedung? 
ich bin einfach gegangen.. und das werde ich jetzt auch. 
ich werde gehen, immer wieder vor dir weglaufen. ich ertrage deine nähe nicht, aber ich blicke immer wieder zurück, in der hoffnung, dass du dich geändert hast, dass du mir nachläufst und mich einfach in den arm nimmst. 
du fehlst mir, ich denke an dich, jeden tag. aber ich komme von dir los, irgendwann, irgendwie, irgendwo. 
ich weiß, dass ich es kann. und selbst, wenn ich mich dafür in irgendwen verlieben muss, und mir wieder das herz gebrochen wird, egal, hauptsache ich blicke nicht mehr zurück, zurück zu dir.

Donnerstag, 19. Januar 2012

-16-

"wann gehst du jetzt eigentlich?" "morgen ist mein letzter tag" "du fehlst mir jetzt schon" "hm, ja klar.. " "ich backe dir heute muffins, du isst welche, klar? du musst mal wieder was essen. ein muffin bringt dich schon nicht um." "das ist süß von dir" "und ich will ein bild, wir brauchen mal wieder ein neues. und du musst dir den tag für meinen geburtstag freihalten. du MUSST kommen, sonst bin ich sauer! außerdem müssen wir uns unbedingt nochmal so sehen.. 6 monate, verdammt, viel zu lange. wie soll ich das nur ohne dich aushalten?" 


ich seh' dich nur aus dem augenwinkel an. ich soll nen' muffin essen? ist ja echt süß, aber ich esse seit fast 2 wochen nichts anderes als gemüse und obst. gut, es gibt ein paar ausnahmen, aber egal. wenn die zahl auf der waage nicht bald mal wieder sinkt, muss ich mir was anderes überlegen. und jetzt, in der klinik gibt es jeden tag essen. wie soll ich das bloß hinkriegen? es sind doch noch 10 kg. 10 kg, zu perfektion. 
außerdem geht irgendwie alles zu ende, viel zu schnell. vor ein paar tagen war noch alles normal. und plötzlich, ja, plötzlich ist es mein letzter schultag, meine letzte therapiestunde, mein letzter termin bei der suchtberatung, meine letzte begegnung mit dir. das letzte mal französisch, chemie, physik.. 
ich hab angst.
                                                 

Mittwoch, 18. Januar 2012

stop breathing

hallo, meine lieben (:
tut mir leid, ich hab momentan ziemlichen stress. ich muss mal sehen, wie ich das so alles auf die reihe kriege. naja, egal, egal. 
also gestern hat die klinik angerufen, ein platz ist frei geworden, ab montag gehe ich hin. 
ich hatte sowieso schon schlechte laune, mama war wieder da und dann diese nachricht. 
und was mache ich? - genau, nach oben rennen und erstmal fett heulen. 
ich hab angst, jap. angst davor, gesund zu sein, weil ich's nie war. 
wie wird das sein? wie bin ich dann? 
mein ganzes leben, diese sicherheit in der dunkelheit, das einzige, was mich einigermaßen beruhigt hat, ich kannte es schon. ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn suizidgedanken durch deinen kopf strömen oder diese leere sich in deinem körper ausbreitet. 
ich bin dran gewöhnt. 
aber dann.. dann wird es nicht mehr da sein. also, was wird dann da sein? 




naja, auch egal. 
erstmal den 49584958 leuten abgesagt, die dann aufeinmal meinten, sich unbedingt mit mir treffen zu wollen - eh, nö? 
und achja, papa kam letztens an. 
'du, dein bruder meinte eben, dass er doch mit nach afrika will. ist doch ok, oder?'
dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich nicht ausraste, aber seit ich aggressionen spüren kann, hab ich ab und zu probleme, mich zu beherrschen. 
kurz gesagt - ich hab das haus so zusammengeschrien, dass papa mich ängstlich angeguckt hat und nur meinte 'okok'. und dann sofort gegangen ist. 
MEIN urlaub, klar?


hm, wenigstens wurde ich in den letzten 3 tagen mehrmals drauf angesprochen, wie dünn ich doch geworden bin. man sieht meine wangenknochen, ich habe keinen bauch mehr, meine beine sind dünner geworden. 
und ja, man sieht was, aber es ist noch lange nicht genug. 


                                       

Sonntag, 15. Januar 2012

papa, ich liebe dich♥

als ich die treppe runterging und du mich so ansahst, mit diesem strahlen in den augen, auf deinen lippen. du meinen namen sagtest, wusste ich, dass es irgendwas gutes sein würde. 
aber ich hätte nie gedacht, dass du mir nach all den jahren, nach all meinem rumgeheule und sonstiges endlich diesen wunsch erfüllst, danke papa♥ :))
'meine süße, dass war so ein anstrengendes jahr, für uns alle. dein bruder will eh nicht mit in den urlaub, und deine mama.. ? naja, die schließe ich einfach mal aus. wir denken zur zeit über eine trennung nach, weißt du..? ' ich nicke kurz. ' naja, und da wir letztes jahr eigentlich gar keinen urlaub gemacht haben und auch ich mal wieder welchen gebrauchen könnte, bekommst du jetzt endlich deinen urlaub nach südafrika, nur mit mir. du darfst aussuchen was wir alles machen, wohin wir fahren und alles. unter einer bedingung.. du musst mir helfen, dass alles zu planen, ok?' 
- ICH LIEBE DICH! 


so, in 265 tagen geht's los c: 
zwar noch lange, aber egal. ich freu' mich wie so'n kleines kind *-*


2O12, du gehörst mir
                               
                                       endlich S. wiedersehen *-*


jap, der glückliche wohnt dort c: in der mitte des bildes, auf dem berg da, nur auf der anderen seite o:


Constantia♥


                         

Samstag, 14. Januar 2012

-15-

du schreist mich an 'iss endlich was, verdammt noch mal! beweg' deinen hintern aus dem bett und mach irgendwas. geh' wenigstens in die schule, keine ahnung! und lern' hier zu hause!'. 
du knallst die tür hinter dir zu. 
aber ich kann das nicht, papa. ich kann nicht mehr in die schule gehen, weil ich keine kraft habe, um aufzustehen. ich will nichts essen, ich darf nicht. und ich kann mich nicht konzentrieren, weshalb ich auch keine schulsachen machen kann. bald bin ich eh weg. der stufenleiter meinte eh, dass ich wiederholen muss, weil ich ein halbes jahr nicht in die schule gehe. also, wozu sollte ich mich jetzt noch mehr quälen? 
ich schließe die augen, ziehe mir die decke über den kopf und versuche zu schlafen, einfach nur schlafen. schlafe ist schön, friedlich, man bekommt nichts von der ganzen welt mit. 




-2 kg, yes!   




seit den sommerferien sind jetzt schon 11 kg runter. ich weiß, wenig für die zeit, aber egal. ich schaffe das. 

Mittwoch, 11. Januar 2012

-14-

lass uns ein spiel spielen. du gefällst mir, ich gefalle dir. wenn du mich findest, gehör' ich dir. 
wir laufen aneinander vorbei, ein kurzer blick, ein leichtes lächeln. und das spiel beginnt. 
ich seh' dich an, nur eine sekunde, schau weg, lächel wieder. und so weiter und so fort. ich will sehen, ob du mitspielt, will testen, was du dir gefallen lässt. du blickst rüber, immer wieder, lächelst, zeigst interesse. ich grinse leicht, nippe an meinem kaffee, lache und rede mit meinen mädchen, tratsche über dich, sehe dich an, immer wieder und wieder. machst du immernoch mit, ja? deine freunde wollen gehen, du gehst hinterher, blickst mir nach. ich lächel zufrieden. du wirst wiederkommen, ich weiß es. 
keine 5 minuten später gehst du neben mir entlang, siehst mich an, deine wunderschönen blauen augen, wie sie mich faszinieren. ich grinse zufrieden 'können wir gehen?', sage ich kurz. alle nicken, wir stehen auf, gehen los, über den platz wo du mit deinen freunden sitzt. ein paar provozierende worte, ein paar ausgetauschten blicke und schon läufst du mir nach. rein ins center, um die ecke, rolltreppe runter und ab in den saturn. ich blicke dich immermal wieder an, schaue, ob du noch mitmachst. dein provozierendes lächeln gefällt mir und die art, wie du mir nachsiehst. ich laufe zwischen den regalen hin und her, mit M. lachend an meiner seite. bleibe stehen, versuche dich zu entdecken. du siehst mich, läufst zu mir. ich kichere leicht, gehe etwas weiter. spüre plötztlich deine hand an meiner schulter, drehe mich um. 'warum läufst du weg?' ich grinse leicht 'wie heißt du?' 'S.' ich nicke ganz leicht, lächel, drehe mich wieder um, gehe weiter. 'und du?' rufst du mir nach. 'V.', sage ich grinsend und verschwinde hinter dem nächstem regal, suche meine freundinnen in dem laden zusammen und verschwinde. 
wenn du mich findest, gehör' ich dir. 


Montag, 9. Januar 2012

-13-

'die arbeit ist doch gar nicht so schlecht, wie du gedacht hast. also ich find's für deine momentane situation voll ok!' 'ich nicht. ich kann das, ich weiß es.' tränen steigen in meine augen. nein, ich bin keine streberin oder sonst was. nur zur perfektion gehört nunmal auch, dass man sich nicht von irgendwelchen kleinigkeiten ablenken lässt. kleinigkeiten, wie zum beispiel du. ich schließe kurz die augen.
'und, wie war die arbeit?', fragt er lächelnd. 'nicht so. 3-' 'aber das ist doch gut!' 'klar.. hast du meinen text davor gelesen, hm? du hast selbst gesagt, dass ich ne' 1 schreiben sollte' 'hm, ja.. aber egal. konzentrier dich lieber auf die nächsten arbeiten, gut?' 'natürlich.. ' 
ich setzte mich hin, schlage mein heft auf, fange an zu lesen. doch die buchstaben gleiten durch meinen kopf, nichts bleibt hängen, ich verstehe nichts, fange nochmal von vorne an. 
'ich kann das nicht..', murmel ich vor mich hin, schließe wieder die augen, spüre die tränen auf meiner wange. verdammt! du warst doch immer so stark, warst doch immer so gut, so brav. warum kannst du das nicht mehr? ich kann mich nicht konzentrieren, kann nicht von vorne beginnen, kann nichts in meinem verdammten kopf drin behalten. 
geh raus aus meinem kopf, alles raus da, bitte..
ich werfe mein heft in die ecke, schalte das licht aus, nehme meinen ipod, drehe die musik auf, lege mich ins bett und starre an die decke, so wie immer





ich kann das alles nicht mehr.. 

Sonntag, 8. Januar 2012

-12-

1:59 zeigt die uhr an. mein gedanke? du. dieser hass auf dich kommt wieder. arschloch ist seit ungefähr einer stunde das einzige, was mir zu dir einfällt. löschen, blockieren, aus meinem leben verbannen, das will ich, ohja. du sollst nicht mehr in meinen gedanken sein, nie wieder. egal, wie sehr ich mich in den letzten tagen und wochen bemüht habe, dich zu vergessen, es hat nicht geklappt. aber jetzt, jetzt schaff ich es, ganz bestimmt. 
meine hand zittert, als ich auf unsere bilder klicke. löschen, klick. sind sie sich sicher? ja/ nein. 
einen moment lang halte ich den atem an, versuche auf mein herz zu hören, so wie du es gesagt hast. ja.. ja, ja, ja, verdammt!


jeder macht mal fehler. manche bereut man, andere nicht. 
ich bereue vieles, aber dich am meisten. 
aus fehlern lernt man, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob du einer warst. meine erste liebe, das warst du, aber mehr? ich weiß nicht. der erste, ohja. der, der mir mein herz gestohlen hat und der, der mich vor liebe hat blind werden lassen. ich war so blind, so verdammt blind.. 
aber jetzt, jetzt bin ich es nicht mehr und wahrscheinlich warst nicht du der fehler, sondern ich. ich, mit meinen vielen kleinen dummheiten. ich, die blind war und die dir das vertrauen geschenkt hat. ich war der fehler und nicht du. du hast mich nur die ganzen fehler begehen lassen, hast mich zu diesem fehler gemacht. 
aus fehlern lernt man. 



Donnerstag, 5. Januar 2012

-11-


ich stehe im bad, denke nach, blicke in den spiegel, schließe kurz die augen. 'verschwinde endlich, bitte.. '. leicht beiße ich mir auf die lippe. verdammt, wenn ich so weiter mache, blutet sie wieder. ach.. scheiß drauf. ich setzte mich vorsichtig auf den boden, denke über den tag nach, all die wörter, kommentare. 'hör auf abzunehmen, du bist dünn genug! hast du dich überhaupt mal angesehen?'. - ich bin fett, siehst du das nicht? seufzend lege ich mein gesicht in meine hände. vergiss das einfach, ja? du hast heute zu viel gegessen, wieder einmal. was soll sie denn von dir denken? ich schüttel leicht den kopf, ich schaffe das, ich bin stark, verstanden? 
es klopft an der tür. 'V.?' 'ja?' 'du.. tut mir leid, aber ich gehe. ich halte das hier nicht aus. wir sehen uns, ja? '. mein atem stockt, die ersten tränen kommen. schon wieder? wieso willst du immer weg? bin ich so schrecklich, so hässlig, so abartig, dass du mich nicht erträgst? 'kommst du kurz noch raus, oder lieber nicht? ich wollte mich nur verabschieden..'. ich schließe die augen. 'klar..'. 
schnell die paar tränen wegwischen, lächeln aufsetzten, türe aufschließen und rausgehen. sie blickt mich an, seuftzt leise 'gut, dann bis die tage mal.. ja? und.. tut mir leid' 'klar, kein ding. ich bin's ja gewohnt' ich versuche leicht zu lachen, verschrenke die arme vor der brust. komm mir nicht zu nah, du tust weh.. 
sie grinst leicht 'ja, natürlich..'. dann dreht sie sich um und verschwindet einfach, mal wieder. 
'kannst du nicht bleiben..?' flüstere ich ihr leise hinterher. 


was muss ich tun, damit du bei mir bleibst? 
ich tue so, als wäre ich nicht in der lage, alleine zum arzt zu gehen, damit du mitkommst - doch du gehst lieber zum friseur. ich möchte, dass du weihnachten bei mir bist - doch du hast keine lust auf die familie. ich will, dass du einmal zu hause bist, wenn ich freunde mitbringe - doch du möchtest so nicht gesehen werden. ich hätte dich gerne neben mir auf der couch, wenn wir beide den gleichen film gucken wollen - doch du guckst lieber alleine im keller. 
wie abscheulich muss ein kind sein, wenn seine mutter es jedes mal abweist?