tag 19 hat nun seit 3 stunden und 20 minuten begonnen
es wird etwas leichter nicht ständig an drogen zu denken
das verlangen lässt ganz langsam nach
und trotzdem vermisst man es
ich bin klarer im kopf
aber jeder tag bedeutet gleichzeitig, etwas schwächer zu werden
es ist ein täglicher kampf
mit allem was dazu gehört
es ist ein einfaches " sich am leben halten"
in 2 tagen geht es los nach florida
und ich kann nur hoffen,dass es dort besser geht
dass es irgendwie leichter wird, all das zu ertragen,was ich bei jedem atemzug aushalten muss
jedes mal wenn ich falle
muss ich mich daran erinnern,
dass es bald leichter wird
ich hab nicht 5 1/2 jahre jeden tag auf's neue gekämpft,um kurz vor dem ziel aufzugeben
5 1/2 jahre
ich traue mich nicht mal auszurechnen wie viele tage oder stunden oder sekunden das sind
ich war 11 als alles begann
und bald werde ich 17
600 km weit weg von zu hause,wo ich niemanden kenne
obwohl meine grösste angst an meinem geburtstag ist, verlassen zu werden
und das werde ich, jedes jahr auf's neue
manchmal hab ich das gefühl, dass ich nicht mal mehr weiss, was schmerz ist
weil ich mich so sehr daran gewöhnt hab
noch 2 tage
dann wird es leichter
vielleicht
noch einen monat bis zur klinik
hoffentlich
und dann hab ich es fast geschafft
ich kann endlich alles loslassen
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