es klopft an der tür. 'V.?' 'ja?' 'du.. tut mir leid, aber ich gehe. ich halte das hier nicht aus. wir sehen uns, ja? '. mein atem stockt, die ersten tränen kommen. schon wieder? wieso willst du immer weg? bin ich so schrecklich, so hässlig, so abartig, dass du mich nicht erträgst? 'kommst du kurz noch raus, oder lieber nicht? ich wollte mich nur verabschieden..'. ich schließe die augen. 'klar..'.
schnell die paar tränen wegwischen, lächeln aufsetzten, türe aufschließen und rausgehen. sie blickt mich an, seuftzt leise 'gut, dann bis die tage mal.. ja? und.. tut mir leid' 'klar, kein ding. ich bin's ja gewohnt' ich versuche leicht zu lachen, verschrenke die arme vor der brust. komm mir nicht zu nah, du tust weh..
sie grinst leicht 'ja, natürlich..'. dann dreht sie sich um und verschwindet einfach, mal wieder.
'kannst du nicht bleiben..?' flüstere ich ihr leise hinterher.
was muss ich tun, damit du bei mir bleibst?
ich tue so, als wäre ich nicht in der lage, alleine zum arzt zu gehen, damit du mitkommst - doch du gehst lieber zum friseur. ich möchte, dass du weihnachten bei mir bist - doch du hast keine lust auf die familie. ich will, dass du einmal zu hause bist, wenn ich freunde mitbringe - doch du möchtest so nicht gesehen werden. ich hätte dich gerne neben mir auf der couch, wenn wir beide den gleichen film gucken wollen - doch du guckst lieber alleine im keller.
wie abscheulich muss ein kind sein, wenn seine mutter es jedes mal abweist?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen