'die arbeit ist doch gar nicht so schlecht, wie du gedacht hast. also ich find's für deine momentane situation voll ok!' 'ich nicht. ich kann das, ich weiß es.' tränen steigen in meine augen. nein, ich bin keine streberin oder sonst was. nur zur perfektion gehört nunmal auch, dass man sich nicht von irgendwelchen kleinigkeiten ablenken lässt. kleinigkeiten, wie zum beispiel du. ich schließe kurz die augen.
'und, wie war die arbeit?', fragt er lächelnd. 'nicht so. 3-' 'aber das ist doch gut!' 'klar.. hast du meinen text davor gelesen, hm? du hast selbst gesagt, dass ich ne' 1 schreiben sollte' 'hm, ja.. aber egal. konzentrier dich lieber auf die nächsten arbeiten, gut?' 'natürlich.. '
ich setzte mich hin, schlage mein heft auf, fange an zu lesen. doch die buchstaben gleiten durch meinen kopf, nichts bleibt hängen, ich verstehe nichts, fange nochmal von vorne an.
'ich kann das nicht..', murmel ich vor mich hin, schließe wieder die augen, spüre die tränen auf meiner wange. verdammt! du warst doch immer so stark, warst doch immer so gut, so brav. warum kannst du das nicht mehr? ich kann mich nicht konzentrieren, kann nicht von vorne beginnen, kann nichts in meinem verdammten kopf drin behalten.
geh raus aus meinem kopf, alles raus da, bitte..
ich werfe mein heft in die ecke, schalte das licht aus, nehme meinen ipod, drehe die musik auf, lege mich ins bett und starre an die decke, so wie immer
ich kann das alles nicht mehr..

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