Sonntag, 16. Dezember 2012

veränderungen

noch 4 kg runter, 7 wieder hoch. 
wieder zur schule. 
umziehen, mit papa. 
2 therapeuten. 
kiffen, rauchen, trinken. 
türkei, türkei, afrika. 

veränderungen, dinge, die einfach anders sind. 
zeit, die passiert, die vergeht. 

ich hab ziemlich lange nicht mehr gebloggt, einfach keine zeit mehr. 
und ja, das wird jetzt wahrscheinlich keiner lesen und keinen interessieren. 
aber ich stand eben 15 minuten in der kälte, weil mein bruder vergessen hatte, dass ich ja auch mal wieder nach hause komme, danke nochmal. 
und währenddessen hab ich gedacht mein hirn platzt gleich, alle gedanken fliegen heraus und meine tränen werden solch ein meer ergeben, dass ich ertrinke. 

aber gut, ist nicht passiert. 

5 minuten später musste ich lachen. 
ich hatte grade mit nem typen aus mitleid oder so rumgemacht, mich hat der fernseher mehr interessiert als er, aber er dreht meinen kopf immer wieder zu ihm, um mir stundenlang in die augen zu blicken, mich zu küssen, über meine haare zu streichen und um mir zu sagen, wie wohl er sich doch bei mir fühlt. jaja. 
achja, auch noch um mich zu fragen, was los sei. 'nichts' und lächeln, ihn küssen, damit er nichts merkt, oder nicht mehr fragt. 
falls das jetzt doch jemand lesen sollte, denkt ruhig, dass ich scheiße bin, ich hab meine gründe. 
naja, wir verabschieden uns, ich geh nach hause und warte dann da so vor der tür. 
er schreibt ne sms 'ich fand's mal wieder wunderschön mit dir, wollte ich dir nur mal sagen:*'  ein leichtes grinsen auf meinen lippen, haha genau. 
nächste sms 'hi :) bock auf sex?:'
'du bist betrunken'
'nein, ich will dich nur ficken :D'
ich antworte nicht, arschloch. und dich fand ich mal toll, du bist vergeben, du idiot. 
2 minuten später.
'ok, bin doch betrunken :D'
ich antworte immernoch nicht. du bist doch scheiße. 
'v. mein schatz, ich vermisse dich so :((( :*'
'du bist besoffen und vergeben, aber hey' 
'was wäre denn, wenn ich nicht vergeben und nüchtern wäre? ;)'
jetzt reichts. 
mein bruder öffnet endlich die tür, was ein glück. 
ich verzweifel bei der frage, wen ich anrufen könnte. oh, lieber nicht, ich würde anfangen zu heulen. 
wem könnte ich schreiben? 
hm, versteht niemand, ich bin scheiße, ne schlampe, bestimmt.

also blogge ich jetzt sinnloses zeug, nur um irgendwohin mit meinen scheiß problemen zu gehen, die ich nicht mal selbst verstehe. 
ich will grad nicht essen, aber irgendwie schon. 
ich will keine rauchen, aber irgendwie auch schon. 
ich will mich nicht schneiden, nicht kotzen, nicht alleine sein, und doch allein sein. 
ich will reden und weinen, aber irgendwie auch nicht.
ich will mir einen bauen und dann rauchen, aber irgendwie auch nicht. oder irgendwas einwerfen? 
ich weiß nicht, hab keine ahnung. 
bin mal wieder in mir selbst gefangen und gefesselt mit meinen gedanken, die alle keinen sinn ergeben, die einfach nur da sind, um mir zu zeigen, dass ich noch am leben bin. 
die stimmen im fernsehen bringen grade alles noch mehr durcheinander, aber ich lass ihn an, mach ich immer. ich brauche einfach irgendwelche stimmen, die real sind und mir zeigen, dass da irgendwer ist. 
traurig, oder? ich brauche meinen fernseher, bzw die stimmen daraus, damit ich mich nicht allzu alleine fühle, haha, ich opfer. 

bring mir meine pillen, mein zeug. irgendwas, weswegen ich mich ins bett legen kann und einfach nur stunden lang an die decke schauen kann. 
hol mich hier raus

1 Kommentar:

  1. Wow. Krasser Text. Aber unglaublich gut geschrieben.
    Mir gings selber so. Du tust mir leid.

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