Sonntag, 7. April 2013

Ich weiss schon gar nicht mehr, der wie vielte morgen das ist, an dem ich die vögel zwitschern höre und die sonne aufgehen sehen.
Ich weiss nicht, wie viel geld ich in den tagen für irgendwas ausgegeben hab und eigentlich weiss ich nicht mal genau, was ich die letzte ganze woche eigentlich so getrieben hab, hm.

Heute ist doch sonntag, oder?
Vor einer woche angekommen.
Sonntag bei mama, abends gekifft, nacht durchgemacht, ab 9 ecstasy eingeworden, dann kam T., runtergekommen, abends todgekifft mit mama und H., mittwoch runtergekommen, donnerstag drauf gekommen, freitag drauf unterwegs gewesen, heute auf T.'s geburtstag gewesen.

Dienstag mathearbeit.
Das sind zurzeit die schlimmsten zwei worte, die ein mensch nur aussprechen kann, für mich.
Ich hab so eine verschissene angst davor.

Wenn du ein junkie bist, dann fängt's mit kleinen lügen an.
'Ich hab's unter kontrolle'
'Ich zieh morgens zum wach werden, vielleicht noch mittags, schlafe ein paar stunden, esse genug. Alles ok'
Während du nach ein pasr tagen ziehen merkst, wie dein hirn nur noch matsche ist.
Du ziehst freunden ne line ab, versuchst immer genug geld zu haben.

Man kann sich mit allem anfreunden, wenn man nur will.
Am anfang schreckt dich vielleicht die tatsache ab, dass es chemisch ist. Alle sagen immer, dass es so schlecht ist, böse, scheisse.
Ist es auch. Es reitet dich in die scheisse - aber man kann auch wieder rauskommen.
Die nebenwirkungen und folgen machen einem am anfang noch angst.
Besonders die angstzustände, das man ne psychose bekommen kann.
Man könnte sich natürlich auch damit anfreunden und damit leben.

Aber letztendlich hat man eigentlich nur angst vor der sucht.
Angst davor, sich eingestehen zu müssen, dass man so schwach ist, dass man die kontrolle verliert.
Man hat angst vor'm runterkommen, weil - grade wenn man sowieso depressionen hat- wird man so verdammt traurig und hoffnungslos, dass man (ich jedenfalls) sich fast umbringen würde.
Süchtig sein, heisst eine schwäche haben.
Und wer will schon schwach sein?

Nur was ist, naja.. wenn man ohne die drogen nicht besser dran wäre?
Wenn man sich ohne den ganzen scheiss schon långst das leben beendet hätte?

Drogen sind scheisse, yeah, sie zerstören viel. Innen wie außen.
Aber wenn du eh nicht mehr da bist, und dein fast lebloser körper nur noch vor sich hin vegetiert und darauf wartet, dass diese fast zu asche verfallene seele endlich den letzten funken hoffnung aufgibt, damit all die last von den schon gebrochenen schulter fällt und man endlich loslassen kann, warum solltest du dann keine drogen nehmen und dir die wartezeit auf dem weg zum endlosen schlaf nicht ein wenig verschönern?

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